Nachhaltigkeit

Die erste und wichtigste Maßnahme, um Nachhaltigkeit als Thema in der Kulturfabrik Salzmann zu etablieren, war die Bildung der Steuerungsgruppe.

Hier wird ermittelt, wo wir hinsichtlich der Entwicklung von Nachhaltigkeit im Prozess stehen. Erste Ziele für Veränderungen werden festgelegt und die Umsetzung verfolgt. Dazu dienen unsere vierzehntäglichen Meetings. Damit wird die Ersatzspielstätte am Kupferhammer zugleich zum Übungsfeld. Was gelingt es und wo klemmt es noch?

Kulturfabrik Salzmann e. V., Thema Nachhaltigkeit
Treffen der Steuerungsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit, Mai 2022


Der Umbau des Bunkers ist bereits in vollem Gange. Begleitend zu den Baumaßnahmen laufen daher folgende Prozesse:

Sozial: Innen und Außen

Erste Kontakte mit den zukünftigen Akteuren der Bunkerteams werden von uns geknüpft.  Auch die Anwohner*innen im Umfeld des Bunkers haben sich gemeldet: Wird das wirklich laut hier? Ängste, Befürchtungen und Maßnahmen zum Lärmschutz haben stattgefunden.

Logistik und Mobilität

Kommen und gehen, holen und bringen, sich treffen und kommunizieren prägen das künftige Leben in um den Kulturbunker. Für die einen attraktiv, für andere sind das Geräusche, die lästig werden können.

Wie sieht es denn hier aus?

Der Bunker will gestaltet werden. Einiges an Technik wird benötigt. Und das richtige „Feng Shui“ wird gesucht beim Innenausbau: Grün und energieeffizient!

Vorbereitungen für die Übergangsphase

Es ist mit einer Übergangsphase für die Zeit 2023 bis 2024 zu rechnen, die geplant werden will. Die gemachten Erfahrungen werden dabei angewendet.

Mit diesen und weiteren wichtige Themenkreisen wird sich die Steuerungsgruppe auf dem Weg zum Leuchtturm auseinandersetzen müssen.

Projektplanung Kulturzentrum am Kupferhammer zum Bunker

Während der Jahre 2022/ 2023 ist die Spielstätte am Kupferhammer noch aktiv. Der Übergang zum Bunker läuft in zahlreichen Handlungsfeldern.

Bestandsaufnahme Spielstätte am Kupferhammer

Kulturfabrik Salzmann e. V., Thema Nachhaltigkeit
v. l .n. r.: W. Spruck, O. Leuer
  • Heizungsverbrauch (Quelle)
  • Beleuchtung (Anzahl und Typ) Bühne und Halle
  • Gastronomie (Nur Getränke, Kühlung und Bevorratung, Speisen, Hygieneverordnungen, Speiseabfall, Leergut)
  • Medien (Werbung, Profilierung)
  • An- und Abreisemöglichkeiten (ÖPNV)
  • Veranstaltungen (Anzahl und Besucherzahl)
  • Sicherheit, Gebäude, Personen, Brandschutz, Zertifikate?
  • Lagermöglichkeiten, Altlasten
  • Müllentsorgung (Sorte, Häufigkeit, wer?)
  • Künstler*innenbetreuung, Kontakt, Verpflegung etc.
  • Auswahl des Inventars zum weiteren Gebrauch im Bunker, andere Verwendung, Entsorgung
  • Bestuhlung
  • Coronavirus-Hygieneverordnungen

Neues Inventar für 2022/ 2023 bis zum Umzug

Kulturfabrik Salzmann e. V., Thema Nachhaltigkeit
Statt eines Betriebsfahrzeugs gibt es bei der Kulturfabrik ein E-Bike, mit dem Dank Lastenanhänger auch Einkäufe und kleineres Equippment transportiert werden können.
  • Beleuchtung
  • Ton
  • Medien, Kamera, IT
  • Heizung und Isolierung für Winter 22/23
  • sanitäre Einrichtungen
  • gastronomische Ausrüstung – innen und außen
  • Ladestation für Fahrräder?
  • Hinweisschilder innen und an der Straße

Aufgabenverteilung

  • Mittelbeschaffung (Fördermittel, Equipment kurz und langfristig)
  • Sponsor*innen (aktuell, mittel und langfristig)
  • Medienunterstützung aller Formate (städtisch und regional etc.)
  • Netzwerkbetreuung
  • Booking und Werbung

Bunkerpartner*innen – Soziale Verbindungen

  • Zeitplan für Vorbereitung und Umzug
  • mediale Vorbereitung (1/2 Jahr vorher)
  • Technik und Energie Absprache mit Stadt und Sponsor*innen
  • Gastro (stetig als Lokalität, bei Veranstaltungen, Marketenderwagen)
  • Nachbarschaft und B-Netzwerk
  • Vorbereitungsphase

Pflanzenumfeld

  • direktes Umfeld
  • zusammen mit Park und Agathof (welche Vorgaben oder Hilfe der Stadt/ Gartenamt)
  • Koop mit B-Umfeld
  • weitere Initiativen

documenta-Phase

  • Was lässt sich in dieser Zeit bewegen und gewinnen?

Thema: Energieeffizienz – Stromverbrauch reduzieren

Wir wollen Betriebskosten senken und die CO2-Bilanz verbessern, indem wir bei den Stromkosten genau hinschauen.

Dazu brauchen wir Grundlagen der Rechnungslegung: 1. Wer bezahlt die Rechnung?

Der einfache Fall ist, die Veranstaltungsstätte selbst ist im Besitz des Gebäudes. Dann kann in eigener Regie entschieden werden, welche Qualität der Stromversorger liefern soll. Ökostrom oder ein Strommix oder sogar Kohlestrom. Das ist entscheidend für die CO2-Bilanz und Auswirkungen auf unser Klima.

In der Regel besteht aber ein Mietverhältnis für das Gebäude. Oft ist eine Kommune Besitzerin der Liegenschaft, die dann auch den Preis für die Stromrechnung ermittelt. Damit besteht oft keine Möglichkeit auf Entscheidungen hinsichtlich der Stromqualität und der Genauigkeit der Abrechnung Einfluss zu nehmen.

Warum ist das wichtig? Wenn die Veranstaltungsstätte eine eigene Stromrechnung erhält, sind darin alle elektrischen Verbraucher zusammengefasst. Einige Beispiele:

  • Gebäudebeleuchtung, Innen- und Außenbereich
  • Bühnenbeleuchtung
  • Verbrauch für Equipment und elektrische Hilfsmittel bei Auftritten der Künstler
  • Strom für Heizung und Kühlung, Gebäude und auch in der Gastronomie
  • Verbrauch einer Klimaanlage usw.

(Diese Liste ist nicht vollständig – z. B. je nach künstlerischer Ausrichtung und der Nutzung einer eigenen Gastronomie.)

Für alle diese Bereiche sollte der jeweilige Verbrauch getrennt ermittelt werden.

Erst, wenn wir für alle Bereiche und Verbraucher eine eigene Ablesemöglichkeit haben, können Verbrauch und die jeweiligen Kosten ermittelt werden. Und damit das Einsparpotential und der Investitionsbedarf für jeden Bereich ermittelt werden.

Weitere Beispiele:

a) Bühnenbeleuchtung. Die Umstellung auf LED-Bühnenbeleuchtung kann ein Einsparpotential von 60 bis 70% bringen. Natürlich muss hier investiert und der Amortisationszeitraum ermittelt werden. Dafür sollte die durchschnittliche Nutzungsdauer je Quartal bestimmt werden. Wechsel des Beleuchtungssystem erfordert auch bei den Technikern Schulung und neue Steuerungstechnik. Auch hier Schulungsbedarf und evtl. neue Steuerungstechnik.

b) Getränkekühlung, sei es im Thekenbetrieb oder in einer Gastronomie. Kühlschränke älterer Bauart, die von den Getränkegroßhändlern gerne beigestellt werden, sind Stromfresser. Zudem ist das Handling wichtig und sollte den Mitarbeitern gezeigt werden (Schulungsbedarf).  Auch wenn der tägliche Bedarf gering aussieht, über das Jahr gerechnet, sind die Einsparmöglichkeiten erheblich.

c) Klimaanlagen in Verbindung mit Heizung. Ist besonders bei einer kompakten Architektur (Viele Besucher*innen in engen Räumen) wichtig. Welche Heizungsmethode hat das Gebäude? Hier hat sich auch bei der Klimatechnik vieles getan. Beratungsbedarf nutzen!

Es zeigt sich, dass diese Themen komplexer sind, als oft angenommen. Das Einsparpotential ist oft erheblich, muss aber im Detail erarbeitet werden.