Profilbildung

Profil Soziokultur LogoMit einer Förderung des Fonds Soziokultur im Sonderprogramm „Profil: Soziokultur“ beschäftigen wir uns im Jahr 2022 mit dem Transformationsprozess vom Umbau des Bunkers in der Agathofstraße hin zum Leuchtturm eines soziokulturellen Zentrums.

Ausgangssituation

Logo Kasselkultur2022Aktuell befindet sich unser Kulturzentrum auf dem Gelände des Kupferhammers. Für die Zukunft ist geplant, mit unserer Spielstätte umzuziehen, da uns die Stadt Kassel im Rahmen einer Stadtteilentwicklungs-Masterplanung den Hochbunker Agathof in Bettenhausen für Bespielungen angeboten hat. Wir möchten diese Chance nutzen, um den Prozess vom Umbau des Bunkers zum Leuchtturm eines soziokulturellen Zentrums sichtbar zu machen.

Dies beinhaltet nicht allein den klassischen Umzug in ein neues Gebäude. Es geht auch darum, zeitgemäße Formate zu entwickeln und uns im umgebauten Bunker mit neuen und gefestigten Strukturen der soziokulturellen Arbeit widmen zu können. Dazu ist es nötig, Ressourcen zu bündeln, unser Team zu stabilisieren, mögliche Kooperationen auszubauen und gute Angebote für die Stadt und das Umfeld zu entwickeln.

Unsere Erfahrung in der Vorbereitung und Durchführung von kulturellen Angeboten hilft uns hier. Dennoch sind wir auf die Unterstützung von befreundeten Vereinen und Expert*innen angewiesen und möchten gerne mit vereinten Kräften den Transformationsprozess stemmen. Neue Perspektiven eröffnen sich uns durch die zukünftige Nachbar*innenschaft mit dem Klang Keller e. V. und dem Stadtteilzentrum Agathof, die wir in Netzwerktreffen und gemeinsamen Workshops beleuchten und entwickeln möchten.

Worauf wir hinarbeiten

Der Umzug ermöglicht die Transformation unserer Programmvielfalt und des Spektrums unserer Wirkungsfelder. Wir wollen prüfen, welche bestehenden Formate und Strukturen zum neuen Standort passen und welche neu zu entwickeln wären.

Wir versprechen wir uns von der neuen Wirkungsstätte eine bessere Erreichbarkeit, da wir im Zentrum Bettenhausens über die ÖPNV-Anbindung deutlich besser zu erreichen sind als in der derzeitigen Spielstätte am Kupferhammer am Stadtrand. So werden wir werden dem Publikum ein gutes und auch barrierefreies Angebot machen können. Dies gibt uns Planungssicherheit und macht den neuen Standort in der Agathofstraße als integrierten Kulturstandort umso attraktiver für die verschiedenen Kulturakteur*innen, Besucher*innen und Nutzer*innen.

Darüber hinaus erhoffen wir uns von der Transformation auch Sicherheit und Verstetigung für den Kulturbetrieb und möchten unser Team und die Verwaltung entsprechend qualifizieren.

Praktische Umsetzung und Vernetzung

Wir wollen unterschiedliche Konzepte zur Umsetzung mit Nutzer*innen, Nachbar*innen, Netzwerkpartner*innen, Kunst- und Kulturszenen sowie der Kulturpolitik und Verwaltung erarbeiten und abstimmen.

Ideen zu Magnetformaten und Veranstaltungsreihen sollen zunächst im Team ausgearbeitet werden und bilden dann die Basis für Qualifikationsworkshops mit Expert*innen und Kooperationspartner*innen. 

Räumlich und in Bezug auf die Ausstattung eröffnet die direkte Nachbar*innenschaft mit dem Klang Keller e. V. und dem Stadtteilzentrum Agathof völlig neue Perspektiven. Das derzeit eingeschränkte Produktionsspektrum unseres Kulturbetriebs ermöglicht zukünftig verstärkt Theater, Kunstaustellungen und Festivals. Wir hoffen auf einen neuen Bunker-Geist mit der Fortführung unserer Kooperationskonzepte und mit einer bereichernden lokalen Einbindung in den Stadtteil.

Zur Personalentwicklung werden Fortbildungsmaßnahmen und Teambildungsworkshops angesetzt und von Expert*innen aus dem soziokulturellen Umfeld begleitet.

Außerdem möchten wir ein Nachhaltigkeitskonzept entwickeln und dazu mit Besucher*innen und Künstler*innen als Stadtgesellschaft im Austausch sein.

Wir streben hin zu einem Nachbar*innenschaftskonzept, das über das „Verteilen von Ohrstöpseln“ hinaus gehen soll und mit Agathof, Klang Keller e. V., Sandershaus, Bettenhausen und dem Bettenhäuser Netzwerk B-Netz zusammenwirkt. Die Programmstruktur der Eröffnungsphase soll im Austausch mit dem Umfeld und den Anlieger*innen unter Einbeziehung des Kasseler Publikums bzw. der Stadtgesellschaft geplant werden.

Wir möchten Netzwerkkontinuität gewährleisten und unser Netzwerk ausbauen – mit dem Ziel, voneinander zu lernen, zu profitieren und Synergien zu erzeugen.